0151 70194961 - Udo Glücks, Personal & Business Coach - Heidenheim, Ulm, Stuttgart und Umland gluecks@jobandlife.de

Auf Ihre konkreten Ziele kommt es an

„Kenne dein Ziel! – Denn nur wer sein Ziel kennt, kann es erreichen.“

Aber dieser Satz ist doch selbstverständlich, oder…? Das habe ich auch mal gedacht. Bis ich merkte, dass anstatt Ziele eher gute Vorsätze und Wünsche im Spiel waren…, welche ja an sich auch nicht schlecht sind. Wünsche aber entfalten nicht jene Anziehungskraft, die ein konkretes darauf Hinarbeiten mit System fördern. Wünsche und Vorsätze sind keine konkreten Ziele. Wünsche werden oft so formuliert, dass eine Erreichung schwer oder unmöglich wird, und es bei guten Vorsätzen bleibt (Daher verlaufen z.B. gute Vorsätze für das neue Jahr oft auch im Sande…).

Was möchten Sie bei sich selbst ändern?

Darf ich Sie zu einem kurzen Experiment einladen? Bitte denken Sie an etwas, das Sie in nächster Zeit bei sich selbst ändern möchten und notieren Sie es spontan (nicht zu lange nachdenken).Vielleicht gehören Sie nun zu den ca. 6o Prozent, die etwas aufgeschrieben haben, das eine Verneinung enthält. Oder Sie gehören zu den 30 Prozent, welche eine eher diffuse Zielvorstellung haben, die aber noch näher präzisiert werden sollte. Vielleicht gehören Sie auch zu den etwa 10 Prozent der Menschen, die Ihre Ziel sofort und klar vor sich sehen – oder Sie haben ein Ziel gewählt, das Sie schon seit längerem anvisieren.

Vom Weg-von-Ziel  zum Hin-zu-Ziel

Damit ein Veränderungsziel wirklich erreicht werden kann, muss es eine große Kraft entfalten und uns förmlich anziehen. Das Ziel muss sozusagen heiß sein. (Siehe dazu auch den Beitrag von Dr. Johannes Moskaliuk: Ist das Ziel heiß? http://jobandlife.de/goal-commitment-ist-das-ziel-heiss-gastbeitrag-von-dr-johannes-moskaliuk/.) Aus einem weg-von-etwas sollte ein hin-zu- etwas werden. Ein Ziel sollte dementsprechend wohlgeformt und konkret formuliert werden. Ein Beispiel: „Ich möchte mich bei Kollege XY nicht mehr so aufregen“. Ist dies ein Ziel? Es ist kein konkretes Ziel, sondern ein Wunsch, der ausdrückt, was ich nicht mehr tun möchte, aber nicht konkretisiert, was ich stattdessen tun will.

Keine Negationen verwenden

Unser Gehirn kann keine gewollten Negationen verarbeiten. Wenn ich zu Ihnen sage: Denken Sie jetzt bitte nicht an Ihren Kollegen, der Sie nervt, dann werden Sie mit großer Wahrscheinlichkeit an Ihren Kollegen denken. Diese Eigenschaft des Gehirns ist sehr wichtig für die Zielformulierung. Darum: Keine Negationen verwenden, sondern immer positiv formulieren:: „Ich möchte bei Kollege XY ruhig bleiben.“ Dieser Wunsch ist positiv formuliert, aber immer noch kein Ziel, weil nicht konkret genug, was das Timing angeht. Es fehlen Hinweise, was genau?, wie genau?, wann genau?, wo genau? und gegebenenfalls Mit Wem? Sie dieses Ziel erreichen möchten. In unserem Beispiel wäre also zu fragen: Wann genau soll die Veränderung beginnen? Und – was werde ich dann als erstes anders machen? Daher noch besser formuliert: „Immer, wenn die Situation YZ eintritt, werde ich ab morgen erst einmal tief durchatmen, mich beruhigen – und dann will ich auf XY ruhig reagieren.“ Mit dieser Formulierung wird konkret beschrieben, was ich anders machen will und wann ich damit beginnen möchte.“

Wie bilde und formuliere ich klare Ziele?

Wie bilde und formuliere ich klare Ziele, die ich in absehbarer Zeit auch selbst erreichen kann? Hilfreich dabei ist das sog. SMART Modell. Ein Ziel sollte demnach:

  • Selbst erreichbar und spezifisch sein
  • Messbar und konkret sein
  • Anziehend und attraktiv sein
  • Realistisch und vernünftig sein
  • Time phased (zeitlich gegliedert) sein.

Zitat einer Führungskraft:

„Manchmal brauche ich jemanden, der sich mit mir auf die Suche nach dem Ziel macht, einen, der hilft, Struktur und Durchblick zu schaffen, der neue Perspektiven aufzeigt, einen anderen Blickwinkel erschließt und sich mit auf den Weg macht“.

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