0151 70194961 - Udo Glücks, Personal & Business Coach - Heidenheim, Ulm, Stuttgart und Umland gluecks@jobandlife.de

FAQs

FAQs zum Coaching

Häufig gestellte Fragen zu meinem Verständnis von Coaching und zu meinen Coaching-Methoden

Welche Kern-Werte sind Ihnen in Ihrer Tätigkeit als Coach wichtig?

Freiheit, Vertrauen und Verantwortung.

Könnten Sie einmal ganz spontan versuchen, Ihre Coaching-Philosophie in einem Satz zusammenzufassen?

Ich versuche es mit einer Weisheit aus Afrika: Wenn du schnell gehen willst, geh allein. Wenn du weit gehen willst, geh mit anderen.

Bitte beschreiben Sie Ihren Coaching-Ansatz mit drei knappen Stichworten.

Mein Coaching-Ansatz ist:

  • klientenzentriert
  • lösungsorientiert
  • ressourcenorientiert

Was dies im Einzelnen bedeutet, werde ich Ihnen gerne im Coaching erklären.

Was ist Ihnen während Ihrer Arbeit mit Ihren Klienten besonders wichtig?

In der Coaching-Begegnung finden Sie, als mein Klient, einen persönlichen Rückzugsort zur Selbstklärung. Sie können zur Ruhe kommen, auftanken, Ihre Ressourcen wieder erkennen und neu durchstarten. Sie, als Klient, tragen alles zu Ihrer Entwicklung Notwendige in sich und sind am besten in der Lage, Lösungen für Ihre Anliegen zu finden. Als Coach begleite ich Sie dabei von A nach B. Ich bin Zuhörer, Ermutiger, Geburtshelfer von kreativen Lösungen und auch Wegweiser zu Veränderungszielen. Ich werde dabei mit Wertschätzung und klärendem Feedback für Sie da sein. In diesem Sinne begleite und unterstütze ich Sie auf IHREM Weg und wir stellen IHR Anliegen und IHRE Lösungsidee immer wieder in den Mittelpunkt. Ich werde Sie häufiger fragen: Ist dieser Schritt noch o.k. für Sie? Sind wir noch auf IHREM Weg zu IHRER Lösung? Dabei bestimmen SIE das Tempo und die Richtung des Coaching-Prozesses. Sie, als Klient, entscheiden immer selbstverantwortlich, ob und welchen nächsten Schritt Sie machen möchten.

Geben Sie im Coaching-Gespräch auch Ratschläge und unterscheiden Sie zwischen Coaching und Beratung?

Aus unerbetenen Ratschlägen werden bekanntlich Rat-Schläge. Unter Coaches gilt die Regel: Ein Coach gibt keine Ratschläge, es sei denn, der Klient äußert ausdrücklich den Wunsch, ihm einen Rat zu erteilen. Dies ist auch meine Einstellung. Coaching funktioniert anders als Beratung. Beim Coaching hat der Coach die Fragen und der Coachee (Klient) hat die Antworten. Es geht immer um die sehr persönlichen Ziele und Wege des Kunden und es ist die Aufgabe des Coaches, den Kunden dabei zu unterstützen. Ein Coach lehrt oder überredet nicht. Ein guter Coach hört zu, stellt die richtigen Fragen, damit der Klient zu den richtigen Antworten findet. Wenn es für Sie hilfreich ist, erhalten Sie für ihren Weg auch Proviant (z. B. Know-how zur Kommunikation oder zu Fragen des Selbstmanagements). Wir können im Coaching auf diese Weise gut z.B. herausfordernde, private oder berufliche Abschnitte vorbereiten. Z. B. können wir ein bevorstehendes Gespräch üben oder schwierige Gespräche analysieren und/oder nachbereiten.

Ich habe gelesen, Coaching sei von der Form her eher eine Prozessberatung. Was bedeutet das?

Prozessberatung ist das Gegenteil von Expertenberatung. Der Unterschied zur Expertenberatung liegt darin, dass ich nicht, wie etwa ein Klempner, Ihr Problem beseitige und Ihnen die Lösung präsentiere. Der Coach ist auch kein Lehrer, der Ihnen die Lösung beibringen möchte. Mit Prozessberatung ist ein Entwicklungsprozess gemeint. Meine Aufgabe ist es, diesen Prozess für Sie zu organisieren und Sie auf Ihrem Entwicklungsweg so zu begleiten, dass SIE eine hilfreiche Lösung entwickeln können. Im Kreis der Coaches gilt das Motto: „Der Klient bleibt jederzeit der Experte für sein Problem und seine Lösung. Wer als Coach ad hoc die Lösung hat, der hat ein Problem.“ Der Coach ist der Experte für die effektive und professionelle Gestaltung  des individuellen Lösungsprozesses.  Er steuert in Rücksprache mit dem Klienten diesen Entwicklungsprozess. Im Coaching-Prozess biete ich als Coach einen Freiraum an, in welchem Sie als Klient dann IHRE Lösung entwickeln können. Der renommierte Kommunikationsberater Professor Friedemann Schulz von Thun sagte einmal, er verstehe sich nicht als Lösungsexperte, sondern als Experte der Heuristik, des Herausfindens von Lösungen durch den Klienten selbst. D.H. mit anderen Worten: Wer sich die Lösung selbst erarbeitet, schafft sich das Fundament für seinen weiteren Entwicklungsprozess. Der Focus richtet sich auf die Persönlichkeitsentwicklung und weniger auf die kurzzeitige, oft zu schnell gestrickte  Lösung eines einzelnen Problems. Weiter meint Schulz von Thun, der Klient sei immer selbst der Experte im Herausfinden von individuellen Lösungen. In diesem Sinn verstehe auch ich meine Aufgabe als Coach und Berater.

Was ist Ihnen bei der Beziehungsgestaltung im Coaching-Prozess wichtig?

Es geht in erster Linie um eine professionelle Beziehung in einem fest begrenzten, überschaubaren Zeitraum,  mit einer gesunden, vertrauensvollen Nähe und einer gesunden Distanz. Es darf keine Abhängigkeit beiderseits entstehen. Das zeichnet eine professionelle Coaching-Haltung aus. Eine zu große Nähe und eine zu lange Zeitstrecke der Begegnung würden die Unabhängigkeit und die freie Entwicklung des Klienten behindern. In der Regel begrenze ich einen Coaching-Prozess daher auf 7 – 10 Settings. Ausnahmen dazu bilden Langzeitbegleitungen „on the Job“. Als Grundhaltung für diese Art der professionellen und zugleich menschlichen Gesprächs- und Beziehungsgestaltung hat sich im Raum des Coaching das Konzept der personzentrierten Beratung nach Carl Rogers etabliert. Ich zitiere im Folgenden eine Passage aus der Selbstverpflichtung einiger Coaches:

„Wir als Coaches schaffen einen Rahmen und ein Klima für Ihren Entfaltungsprozess und nehmen dabei folgende Haltung ein:

  • Bedingungslose positive Wertschätzung Ihnen als Klient gegenüber, die sich in Ermutigung, Zuversicht und Interesse ausdrückt (unconditional positive regard (UPR), nach Carl Rogers).
  • Empathisches Verstehen und Akzeptieren Ihrer Person mit Ihrem Anliegen und Ihrer Sicht der Dinge und Ihrer subjektiven Deutung mit den daraus folgenden Konsequenzen.
  • Echtheit und Wahrhaftigkeit in der Begegnung mit Ihnen. Das bedeutet, dass wir Ihnen als authentisches Gegenüber und nicht als Inhaber einer Rolle begegnen, Ihnen ehrliches Feedback geben und uns als Person – nicht in erster Linie als Experte – in die Coach-Klienten-Beziehung einbringen.“

Was bewirkt solche Gesprächs-und Beziehungshaltung?

In der Regel entsteht ein sehr kreativer und konstruktiver Veränderungsprozess. Sie lernen es, Ihre Potenziale (wieder) neu zu entdecken und zu entwickeln, neue Perspektiven einzunehmen und klare Prioritäten zu setzen. Sie werden Ihr Leben zunehmend auf die Erfüllung Ihrer Lebensvision hin ausrichten wollen. Als Coach gebe ich Ihnen in der Coaching-Beziehung den schützenden Raum, damit Sie sich ehrlich und effektiv mit Ihren Mustern, Werten, Zielen und Emotionen auseinandersetzen können und unterstütze Sie dabei,  den nächsten Schritt in Richtung Ziel zu gehen.

Sie erwähnten soeben den Psychologen und Pädagogen Professor Carl Roger’s und dessen Modell der Personzentrierten Beratung. Welche fundierten psychologischen Ansätze spielen für Sie sonst noch eine entscheidende Rolle?

Ich kombiniere verschiedene bewährte Ansätze, bin aber keiner Schule verpflichtet:

  • Ich gestalte die Coaching-Begegnung nach dem Personzentrierten Beratungsmodell von Carl Rogers und Reinhard Tausch.
  • In meiner Arbeit folge ich auch dem systemisch-konstruktivistischen Ansatz: Eine Problemstellung wird nicht isoliert, sondern im beruflichen – und ggf. privaten – Kontext betrachtet (verkürzte Darstellung). Auch wissenschaftlich überprüfbare Kernelemente des NLP (Neurolinguistisches Programmieren) kommen hinzu.
  • Ich coache nach dem lösungsorientierten Ansatz von Steve de Shazer und Milton Erickson. Es geht dabei um self-empowerment: Nicht in Problemen, sondern in eigenen Lösungen denken und handeln und den Klienten anregen, eigene Lösungen zu finden.
  • Mein Verständnis von Coaching orientiert sich an Begegnung, Dialog und Sinn. Elemente meines Cochingansatzes kommen aus der Humanistischen Psychologie (u.a. Victor E. Frankl), aus den philosophisch/theologischen Gedanken Martin Bubers und dem christlichen Menschenbild.
  • Es geht hierbei vor allem um eine Haltung der bedingungslosen Wertschätzung gegenüber jedem Menschen: Ich berate unabhängig von ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, einer Beeinträchtigung, Alter oder sexueller Identität. Vertraulichkeit, Anonymität und Schweigepflicht sind für mich verbindlich.

Welche Methoden und Tools verwenden Sie zur Intervention im Coaching Prozess?

Im Coaching stütze ich mich auf ein umfangreiches Methoden-Repertoire und Beratungswissen. Grundlegend wichtig für einen gelingenden Coaching-Prozess ist jedoch die Coaching-Haltung. Für diese Haltung sind drei Kriterien grundlegend wichtig:

  1. Aktives Zuhören: Ich versuche nicht nur zu verstehen, was Sie sagen, sondern vor allem was Sie meinen, denken und fühlen.
  2. Ich versuche, für eine Weile in Ihre Haut zu kriechen und in Ihren Mokassins zu gehen (Mokassin-Prinzip), die Welt mit Ihren Augen zu sehen und Ihr Anliegen zu verstehen. In der personzentrierten Beratung wird diese Haltung Empathie genannt.
  3. Die Begegnung zwischen Ihnen als Klient und mir als Coach geschieht auf Augenhöhe, ist authentisch und lebt vom konkurrenzlosen, sokratischen Dialog.

Sie fragten aber danach, welche Methoden zum Einsatz kommen: Wenn es für Sie hilfreich ist, kann der Coaching-Prozess durch Interventions-Tools  gestaltet werden. Dabei arbeite ich nur mit wissenschaftlich fundierten, seriösen und praxiserprobten Methoden und Modellen vor allem aus: Humanistischer Psychologie, Konstruktivismus, systemischer Beratung, lösungsorientierter Beratung und dem  NLP (Neurolinguistisches Programmieren). Im Folgenden beispielhaft einige bewährte Interventionsmethoden, auf die ich zurückgreife: Perspektivwechsel, zirkuläre und  lösungsorientierte Fragen, Skalierungsfragen, Landkartensoziometrie, Reframing, Metazielfrage, Monodrama, soziales Atom, Rollenanalyse, Wertehierarchie, Logische Ebenen, 360-Grad-Feedback, SWOT-Analyse, Disney Strategie, Eisenhower Regel, Vier-Felder-Matrix, 7 Hüte, Stressoren Analyse, R.E.A.C.H. (Dipl. Psych. Schmidt-Tanger), Inneres Team und Kommunikationsquadrat ( F. Schulz v. Thun), Kommunikationsstilanalyse. (Dr. B. Migge), Ziel-Navigation, Dreamday, Talk in Motion, Care Walk, Flow, Refresh-Talk, Lebenszielplanung, Rollentausch, Mini-Charity-Time, Heldenreise, Organigramm, Motivatorenanalyse, u.a…

Wie kann ich Coaching unter ethischen Gesichtspunkten betrachtet verstehen?

Coaching ist:

  • herrschaftsfrei und freiwillig: Coaching ist keine Führung und findet außerhalb eines Rahmens von Abhängigkeit oder Führung statt. Allerdings leitet der Coach durch den Prozess des Coachings.
  • auf die Person bezogen: Coaching ist eine individuelle Beratung und keine Unternehmensberatung.
  • prozesshaft: Coaching ist keine Fachberatung. Coaching befähigt Klienten dazu, selber zu entscheiden und zu handeln.
  • vertrauensvoll und verschwiegen: Coaching bedarf eines vertrauensvollen freiwilligen  Rahmens.
  • unabhängig: Der Coach verfolgt lediglich das Ziel, den Klienten zur Verwirklichung seiner Ziele zu befähigen. Der Coach darf hierbei nicht abhängig, erpressbar sein oder durch Fremdinteressen oder wirtschaftliche oder andere Not gesteuert sein.
  • dialogisch / interaktionell: Coaching entwickelt sich in einer authentischen Begegnung und nicht durch Vortrag oder Tool